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Montag, 26 Juni 2017

Druckverfahren

Hochdruck
Der Hoch- oder Buchdruck ist das älteste Druckverfahren auf Basis der Gutenberg’schen Erfindungen. Bis in die Mitte der 1970 er-Jahre war der Hochdruck weltweit das dominierende Druckverfahren für alle erdenklichen Drucksachen, bis er durch den Offsetdruck weitgehend ersetzt wurde. Kennzeichen des Hochdrucks ist, dass die druckenden Elemente (Schrift, Bildstellen) höher liegen als die nicht druckenden Elemente (Innenräume der Schrift, Wort- und Zeilenabstände). Beim Einfärben der Druckform durch die Farbauftragswalzen nehmen die auf gleicher Höhe liegenden druckenden Teile die Druckfarbe an, die durch Druck auf das Papier übertragen wird. Der Anpressdruck verursacht auf der Vorderseite des Papiers eine leichte Prägung und auf der Rückseite ein mehr oder minder starkes Relief.


Tiefdruck
Dieses Druckverfahren hat sich aus den alten künstlerischen Techniken Kupferstich, Radierung und Heliogravüre entwickelt. Kennzeichen des Tiefdrucks ist, dass die druckenden Teile als Vertiefungen, so genannte Näpfchen, in die Druckform eingelassen sind. Diese Näpfchen nehmen je nach ihrer Größe und Tiefe eine unterschiedliche Farbmenge auf, wobei die Dicke der Farbschicht nach dem Druck den Tonwertabstufungen der Vorlage entspricht. Überschüssige Farbe wird mit der Rakel, einer fein geschliffenen Stahlleiste, von der Druckform "abgerakelt". Nach diesem Werkzeug wird der Tiefdruck auch als Rakeltiefdruck bezeichnet. Eine große Rolle spielt der Tiefdruck im Bereich des Verpackungsdrucks. Hier kommen weniger Rotations- als Bogendruckmaschinen zum Einsatz. Kunststoff-, Klarsicht- und Metallfolien können auf diese Weise gut und kostengünstig in großen Auflagen bedruckt werden.


Flachdruck
Das dritte klassische Druckverfahren ist der Flachdruck, bei dem sich druckende und nichtdruckende Elemente auf einer Ebene befinden. Grundlage des Flachdrucks ist das gegensätzliche physikalisch-chemische Verhalten der druckenden Bereiche (farbannehmend und feuchtigkeitsabweisend) und der nichtdruckenden Bereiche (feuchtigkeitsannehmend und farbabweisend). Da die Druckfarbe fetthaltige Bindemittel enthält, setzt sie sich nur in den Teilen der Druckplatte ab, die Fett aufnehmen können. Überall dort, wo sich Feuchtigkeit befindet, wird keine Farbe angenommen. Der von Alois Senefelder 1796 vorgestellte Steindruck war die Grundlage für die Entwicklung des heute wohl wichtigsten Druckverfahrens überhaupt, des Offsetdrucks. Der Name leitet sich von dem englischen "to set off" (absetzen) ab: Die Farbe wird von der Druckplatte erst auf ein Gummituch "abgesetzt" und dann in einem zweiten Schritt auf das Papier übertragen. Der Offsetdruck eignet sich zur Herstellung von Druckerzeugnissen aller Art. Vor allem die Konstruktion von Mehrfarbendruckmaschinen förderte die Herstellung farbiger Werbeprospekte und Verpackungen. In Verbindung mit dem Fotosatz ist die Offsettechnik heute zum bevorzugten Druckverfahren bei der Herstellung von Tageszeitungen geworden.


Siebdruck
Der Siebdruck ist ein Durchdruckverfahren, das heißt, die Druckfarbe wird mit einer Rakel durch ein feinmaschiges Sieb gedrückt und gelangt so auf den Bedruckstoff. Diese Technik eignet sich vor allem gut für das Bedrukken so spezieller Materialien wie Metall, Holz, Glas, Kunststoff oder Textilien, bei denen – sei es wegen der Oberflächenbeschaffenheit oder der Form des Bedruckstoffes oder auch der besonderen Anforderungen an die Farbe – andere Drucktechniken versagen. Ein bekanntes Beispiel ist das in letzter Zeit in Mode gekommene Bedrucken von T-Shirts oder Kaffeetassen.


Digitaldruck
Mit dem Digitaldruck hat sich eine neue Technik im grafischen Gewerbe etabliert, die die klassischen Druckverfahren ergänzt und erweitert. Da Text- und Bildinformationen als digitale Daten vorliegen und direkt in den Computer der Druckmaschine eingespeist werden, entfällt die aufwendige konventionelle Druckformherstellung vor dem Druck. Unterschieden werden heute zwei Digitaldruckverfahren. Bei dem Verfahren, das als »Computer to Press« bezeichnet wird, werden die digitalen Daten in der Druckmaschine zu einer Druckform umgesetzt, die nicht löschbar ist, also kein Drucken von wechselnden Inhalten erlaubt; sollen die zu druckenden Inhalte verändert werden, muss eine neue Druckform erstellt werden. Da dies aber jederzeit ohne großen Material- und Personalaufwand möglich ist, spielt die Neuerstellung wirtschaftlich keine große Rolle. Der anschließende Druck kann mit normalen Farben in der Offsettechnik ausgeführt werden. Bei der Computer-to-Print-Technik wird keine permanente Druckform erstellt, sondern es wird entweder ein Zwischenträger oder aber das Papier direkt digital beschrieben. Wechselnde Inhalte bereiten bei diesem Verfahren keine Probleme, eine geänderte Seite kann jederzeit ohne Aufwand neu gedruckt werden.

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